Kenilworth House- A Transitional Institution for Magical Reintegration
Warwickshire, England. Im gleichnamigen Ort liegt Kenilworth Castle, das über die Jahrhunderte hinweg ein Symbol königlicher Macht, politischer Intrigen und kontrollierter Loyalität für die englische Krone war. Im Laufe der Zeit wurde das Schloss mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, schließlich angeblich aus Gründen der Prioritätenverlagerung nicht weiterverfolgt. Inoffiziell war klar, dass es wirtschaftlich nicht mehr vertretbar war Gelder mit gleichzeitigem Bedeutungsverlust der Monarchie zu investieren. In den 1950er Jahren nahm sich das Zaubereiministerium der Ruine schließlich an und nutzte es für die standortgebundene Unterbring postmortaler Wesen ohne kooperatives oder integrationsfähiges Verhalten. Sprich: Wenn Geister nicht mehr spurten wie es das Ministerium wollte wurden sie in die Ruinen gebracht und dort magisch fixiert. Ähnlich wie bei Hogwarts wurde der Standort für die nicht-magische Gesellschaft entsprechend getarnt. Das Ministerium ist verhalten über diesen Standort, damit sich Befürworter der Freiheit für Geister nicht daran aufhängen. Mitarbeiter in der Abteilung haben eine Verschwiegenheitsklausel dazu unterschrieben.
Ab Januar 1998 muss sich Kenilworth Castle aber einer erneuten Renovierung unterziehen. Im Rahmen des ministeriellen Reformprogramms wird aus der Burg schließlich Kenilworth House, eine Institution der magischen Reintegration und die erste ihrer Art. Kenilworth House dient zur Verwahrung von Verbrechern, hat aber gleichzeitig den Auftrag die dort Untergebrachten durch verschiedene Maßnahmen zu resozialisieren, genauso steht aber die psychologische Diagnostik, Betreuung und Behandlung im Fokus. Auf verschiedenen Stationen können die Inhaftierten, je nach Schwere des Verbrechens, das vorgesehene Programm durchlaufen. Die Geister wurden zwar in einen Flügel verbannt, das garantiert aber nicht, dass sie dort bleiben. Es kommt also regelmäßig vor, dass Gesprächskreise von den Kenilworth Legenden unterbrochen werden und die Impulskontrolle durch Poltergeister besonders auf die Probe gestellt werden.
- Station 1: Secure Holding Ward (Verwahrung) Hauptsächlich Einzelverwahrung, soziale Interaktionen nur engmaschig begleitet durch geschultes Personal. Bannung jeglicher Magie. Erste Diagnosestellung. Einzeltermine durch geschulte Psychologen u.Ä.
- Station 2: Magical Regulation Ward (Stabilisierung) Einzelzimmer zur Sicherheit aller dort Untergebrachten, aber gemeinsame soziale Räume wie Aufenthaltsraum. Die Insassen müssen im Alltag mitarbeiten und sich in Verlässlichkeit beweisen. Täglich verschiedene psychologisch betreute Gruppen und Therapien, Schulung in Selbstkontrolle
- Station 3: Behavioural Integration Ward (Aufarbeitung) So gut wie offener Alltag, Patienten arbeiten hier aktiv ihre Straftaten auf, nicht juristisch sondern gesellschaftlich/moralisch. Angehörige dürfen zu Besuchszeiten mehrfach wöchentlich herkommen. Unbeaufsichtigter Aufenthalt auf den Ländereien des Reha-Geländes. Ein offizieller Gutachter entscheidet hier, ob die Person als gesellschaftlich kompatibel gilt. Kontrollierte, zeitweise Rückgabe der Zauberstäbe und nachfolgende Prüfung der genutzten Zauber.
- Station 4: Transitional Assessment Ward (Reintegration) So etwas wie offener Vollzug. Die Leute müssen nur noch die Nächte in Kenilworth House verbringen und dürfen erneut Mitglieder der Gesellschaft werden. Sie dürfen wieder einer Arbeit nachgehen, müssen aber alle potenziellen Arbeitgeber über ihre Vergehen informieren. Weiterhin psychologische Betreuung einmal pro Woche. Wer in dieser Stufe rückfällig wird, muss zurück auf Station 2 und kann das Verfahren nur noch unter verschärften Bedingungen durchlaufen.
Umgebung: Das magische Dorf der Resozialisierung
Um das Gelände des Gefängnis herum ist ein Dorf entstanden, in dem sowohl Mitarbeiter der Anstalt als auch andere Menschen leben können. Nach Abschluss der letzten Station können hier auch die Insassen zunächst unterkommen, ehe sie sich wieder in die freie Wildbahn trauen. Wer in Kenilworth House einen Job annimmt, bekommt automatisch ein Haus im Dorf zugewiesen, sofern gewünscht. Man muss nicht umziehen, aber wer nichts hat? Der ist willkommen.
Askaban
Nach der Reformation durch Minister Radd Pilgrim wird Askaban nur noch für schwerste Verbrechen genutzt. Hier sitzen die Mörder, die Menschenhändler, kurzum die Schlimmsten der Schlimmen. Keine Möglichkeit, sich zu rehabilitieren, hier kommst du nicht wieder raus, brauchst gar nicht über Los gehen.
Neben Dementoren arbeiten hier natürlich auch normale Wächter, geschultes Personal, das sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Sicherheitsmaßnahmen wurden nach den letzten Ausbrüchen erhöht, niemand kommt mehr einfach so rein. Besuch? Negativ.
Crawfordsburn Prison
Zwischen Belfast und Bangor, mitten im Crawfordsburn Country Park, wurde 1712 ein Gefängnis gebaut, das als Ausweichmöglichkeit zu Askaban dienen sollte. Es geriet aber in Vergessenheit und wurde nicht mehr genutzt, bis zur Reform durch Radd Pilgrim. Im Januar 1998 wird es renoviert und wieder bezugsfertig gemacht.
Hier kommen nun die Verbrecher unter, die sich zum Beispiel an den Habseligkeiten anderer gütlich getan haben oder sich etwa der Urkundenfälschung sträflich machen.
Das Gefängnis liegt inmitten eines bewaldeten Gebietes und wird durch Schutzzauber vor Muggeln abgeschirmt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ganz so streng wie in Askaban, eine Flucht sollte man dennoch nicht versuchen. Insassen dürfen den Innenhof während des Tages benutzen und sich grundsätzlich körperlich betätigen. Auch Besuch ist gestattet, Montags bis Freitags zwischen 10 und 13 Uhr. Auf speziellen Antrag darf man auch zwischen 15 und 17 Uhr kommen.
Es gibt eine kleine Krankenstation, einen Gemeinschaftssaal, in dem zusammen gegessen wird.
Es gibt sowohl Einzel- als auch Mehrbettzellen, kommt ganz drauf an wie lang man hier einziehen darf. Auch Isolation ist möglich, sofern eben notwendig. Nur weil wir nicht in Askaban sind, sind wir ja nicht gleich schludrig, hm?
Zellen im Ministerium
Ja, auch das Ministerium hat Verwahrungszellen in seinen Fluren versteckt, aber sie sind eben auch nur genau das. Wird ein Verbrecher geschnappt, so wird er hier zwischengelagert und je nach Schwere des Verbrechens nach maximal 3 Tagen verlegt. Zur Verhandlung darf man dann wieder im Ministerium einziehen, danach gehts zurück an den entsprechend zugewiesenen Ort. Mit bisschen Glück sogar Freiheit, ha!