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Alle Inplayzitate
„Du liebst mich, hm?“, wiederholte sie seine Worte mit einem zarten Lächeln und bedeutete ihm näher zu kommen. „Komm her.“
Mit ihren Händen irgendwie an seinem Rücken abstützend um nicht wie ein nasser Sack zu hängen und sich gleichzeitig irgendwie festhaltend konnte sie aber nicht leugnen, dass diese Position einfach unbequem war – und sie froh war, dass sie hier gänzlich allein waren, sonst hätte Radd zeitgleich ihren Hintern der Öffentlichkeit zur Schau gestellt. Nicht dass das Pippa per se stören würde, ihn ja aber gewiss.
Pippa im Gegenzug realisierte einen Moment zu spät, was der Pilgrim vorhatte. Nämlich als er sie bereits über seine Schultern hob und ihr nichts anderes übrig blieb als protestierend zu quietschen und zu strampeln. „Ich bin absolut fähig selbst zu gehen!“ Aber die Wahrheit war auch, dass sie es eigentlich ganz gern mochte, wenn Radd sie manövrierte. Allein dieses Zugeständnis bereits ein Ritterschlag.
Das war wohl ein Badezimmer. Oder doch ein Schwimmbad? Ein Schwimmbadebad? Ein Badeschwimmzimmer.
Ein Ring. Ah. Ja. Sowas verschenkte man bei einer Verlobung, das war wohl korrekt. Asriel schob die Lippen leicht nach vorn als er nachdachte, kratzte sich kurz mit der freien Hand an der Schläfe. „Sollten wir, ja. Wir müssen das so glaubhaft wie möglich machen. Ich glaub wenn es nach mir ginge würde ich dir einfach so einen Lolliring schenken, aber ich glaub das würde dein Vater nicht so begrüßen…“
„Jeder Plan sollte beinhalten, dass du auf jeden Fall überlebst.“ Sie hing nicht persönlich an ihm, aber das bedeutete nicht, dass sie seinen Tod wollte.
Sein Blick hing einen Moment lang irgendwo in der Luft, zwischen Elli und Cassia und seiner Zukunft als geschundener Hund der sich immer wieder bei der einen für sein Interesse an der anderen entschuldigen musste. (Unterschiedliche Interessen waren das, bitte, das musste man durchaus festhalten.)
Dass die Sonne sich dennoch einen Weg hierher bahnte, war geradezu sinnbildlich. Als hätte sich alle Welt nun gegen ihn verschworen und selbst die Sonne könnte bis in sein Innerstes scheinen und jegliche Geheimnisse ausleuchten.
Ruby gab sich dem naiven Glauben hin, dass sie jetzt ja wichtigeres zu tun hatten. Wenn sie schon nicht über Koboldfreizeit nachdenken konnten, dann ja auch nicht über Rubyfreizeit.
„Ähm ja, okay.“, hörte er sich gequält und spärlich sagen. Irgendwie erinnerte dieser Kerl zeitweise an einen altmodischer Roboter - brauchte lange Ladevorgänge um zu Reagieren und machte am Ende doch nicht das, was man von ihm erwartete.
„Du kannst doch nicht wirklich glauben, dass das in Ordnung ist?“ Letzte Chance Bruder.
Ihre Hand kribbelte unter dem Reflex ihm noch eine zu zimmern, dieses Mal gute 25cm über dem Oberarm und ein bisschen körpermittenzentrierter. Reichlich komplizierte geografische Einordnung dafür, dass sie auch hätte sagen können, dass sie ihm gern so nachhaltig eine scheuern wollte, dass sogar der Hausgeist beim Zusehen Phantomschmerz entwickelte.
Und jetzt eben nicht mehr. „Ich muss mich so ein bisschen weiter durchschlagen. Entweder wächst Gras über die ganze Sache und ich kann wieder normal raus oder…“ Oder es wuchs eben irgendwann (bald) Gras über sie.
Aber nicht jeder hieß Drusilla Avery und das war etwas, wofür die Welt durchaus dankbar sein konnte.
Pippa presste ihre Lippen aufeinander, blickte ihn für einen Moment intensiv an, ehe sie nickte – und seine darauffolgenden Worte ihren Puls erneut in die Höhe schnellen ließen. Hysterie war eigentlich nichts, dem Pippa sich annahm. Radd jedoch (oder ihre aktuelle Situation allgemein) schien Seiten an ihr hervor zu kitzeln, die sie selbst lieber verborgen gewusst hätte. Da kam ein schriller Laut über ihre Lippen, high-pitched und so schnell vorbei, wie er ausgebrochen war. Der Impuls sich seinen Fingern zu entziehen und Distanz zu schaffen war groß, doch sie verharrte in ihrer Position. Atmete bewusst ruhig, um ihren Puls zu beruhigen, während er mit ihr sprach als wäre sie ein Kind. „Reden, ja. Aber du hast es bereits für dich selbst beschlossen, Radd.“
„Ich? Ich bin ein Vorbild, okay? Menschen schauen zu mir auf.“, protestierte Spencer mit gespielter Empörung. „Nicht nur weil sie winzig klein sind.“
Schock, so eine faszinierende Paralyse für den Körper, wenn man es nicht gerade selbst durchstehen musste.
Sie nahm das Wasserglas von Tasha entgegen und atmete beim Trinken so schwer aus, dass sie sich beinahe daran verschluckte weil beides gleichzeitig nicht ging. Was war los mit ihr, wieso mutierte sie zum Mann und wurde lebensunfähig?
Lag ihr einfach in den Genen, dass sie kriminell geworden war, andernfalls hätte Cassia für sich ganz sicher eine Karriere im Verkauf gesehen. Egal ob Bratpfannen oder Pharmazeutika, sie könnte einer armlosen Person auch noch Handschuhe aufschwatzen und der glückliche Käufer würde mit dem Gedanken nach Hause gehen den Schnapper des Lebens getätigt zu haben.
Seine Stimme klang ehrlich verletzt, noch immer irritiert und vielleicht auch ein bisschen so, als müsste er sich verteidigen. Alles auf einmal, sollte noch mal jemand sagen Männer konnten nicht mehrere Dinge gleichzeitig.
Recht offensichtlich, dass ihm nach weniger schweren Gesprächsthemen sinnte.. Aber das Leben war natürlich kein Knuddelmuffhof.
Besorgt sah sie die Kuchen essende Sasha an, wirkte dabei ein wenig wie ein besorgter Hundebesitzer dessen Retriever gerade etwas gefressen hatte von dem man nicht sicher sein konnte ob es giftig war und ihn am Ende tötete oder nicht. Da überlebte man all das und starb ein einer Lebensmittelvergiftung in diesem Ort. Wenn dieses Schicksal jemandem zuteil wurde, dann ja wohl ihnen.
Verliebtsein. So schwierig. So nervenaufreibend. So konsumierend.
Sie sah mitgenommen aus, elend und schien optisch um mehrere Jahre gealtert, aber in ihrer Altersgruppe genügten da ja auch schon zwei Stunden weniger Schlaf - wie nah war man also optisch dem Tod, wenn man die ganze Nacht kein Auge zugetan hatte?
„Du musst mich irritieren. Was sagen das mir unter die Haut geht.“ Gewagt, aber wenn das hier etwas bringen sollte, dann ging kein Weg dran vorbei. „Sei so wie ich sonst.“
„Du musst mich irritieren. Was sagen das mir unter die Haut geht.“ Gewagt, aber wenn das hier etwas bringen sollte, dann ging kein Weg dran vorbei. „Sei so wie ich sonst.“
„Yo“, presste der Aufprall aus ihrer Lunge heraus, weil sie ehrlicherweise davon ausgegangen war, dass Carla doch noch schaltete und sah was vor ihrer Spitzmausnase vor sich ging. Stattdessen eiskalt in ihre Schwester gerannt.
Wäre zumindest nicht verwunderlich wenn das Königreich der Minusgrade seine Spieler da einfach opferte. Brot und Spiele, oder wie man das nannte, da dann eben Wodka und Quidditch und Spieler im Matroschkastyle, wenn einer aus Versehen halbiert wurde wartete schon der nächste auf einen. Gut möglich auch, dass die Quelle für ihre Information nicht besonders seriös war, aber erwartete man das von ihnen? Nein, sie waren ja schließlich die coolen Kids, nicht die Schlauen.
„Niemand darf davon erfahren.“ Da sprach die Sorge ganz besonders aus ihr, weil man dieser Tage ohnehin nicht wissen konnte wem zu trauen war und wem nicht. „Und dann erzählt er es Mirren“, auch das galt Nimue, als wollte sie Bestätigung dafür haben, dass Asriel wirklich alles falsch gemacht hatte.
„Lieber Altersunterschied als Blutsverwandtschaft.“
„Willst Du was trinken?“ Er wollte definitiv etwas trinken. Ein Bier vielleicht? Andernfalls vielleicht auch Kerosin, er war da gerade wirklich nicht wählerisch.
Dummerweise … nun, alles war dumm daran. Nein, auch falsch. Es fiel nicht mal in die Kategorie Dümmer, sondern in die Kategorie Premiumdumm.
Wenn Cinna ihn ließ, würde er heute von dieser Couch nicht wieder aufstehen. Das hatte er gerade entschieden. Und er fand, dass er eine äußerst gute Entscheidung getroffen hatte.
Ein Geringerer wäre sicherlich dem Herztod nahe gekommen. Nun kannte sich Helder glücklicherweise aber nicht damit aus, wie das war, wenn man eine Lusche war.
Zu lang hatten sie beide Verkleidungen in der Gegenwart des jeweils anderen angelegt, es war an der Zeit sie zurückzulassen.
Sie brauchte Klarheit, ein für alle mal. Schluss mit diesem Tanz, der ihr sämtliche Knochen brach umso länger er andauerte.
Sie kam halt gerade so über die Runden, als Heiler verdiente sie sich tatsächlich keine goldene Nase. Irgendwie auch frech, sie waren essenziell für die ganze Gesellschaft und wer dankte es ihnen? Nicht Mr. Monopoly!
Sein Kopf ging abrupt zu ihr, völligste Verwirrung, abgrundtiefes Unverständnis und der Zweifel an seiner eigenen mentalen Kapazität auf Spencers Gesicht. Dann fiel ihm alles das aus dem Gesicht und Vanessa machte einen ordentlichen Schlingerer, während Boot eine ganze Palette an walisischen Flüchen abfeuerte, gepfeffert und gesalzen mit ein paar Englischen for good measure dazwischen, bon appétit.
Das müsste sie dann erklären, dass das eigentlich gar nichts mit dem Schmerz am Bein, sondern mit einem ganz anderen zu tun hatte. Und wer war sie ihm das jetzt noch breit zu erklären, jetzt, da sie doch wusste dass sein Herz nicht ihr gehörte, nie gehören würde? Half Diptam da auch? Wie viel würde sie davon trinken müssen, bis es nicht mehr weh tat?
Im Laden war es warm, beinahe schon ein wenig stickig. Gelbes Licht leuchtete die Regale eher dürftig aus, gab einem beinahe das Gefühl eine andere Welt betreten zu haben, in der Snacks lasziv halb im Schatten liegen mussten.
Vielleicht würde sie ihn aber auch einfach fragen, welcher Backstreet Boy er war.
Wanda war das, was passierte, wenn man Hihihi, fick dich in eine menschliche Form goss und ihr einen Zauberstab in die Hand drückte
Wenn sie ihm nun sagen würde, Boot, ich will für immer bei dir bleiben und er ihr nur antworten würde Das passt mir leider nicht, tja, dann war ja auch die Freundschaft passé?
Pippa selbst hatte nicht geahnt, was für ein Kindskopf in dem Minister steckte - und es war ansteckend. Sie ließ sich regelrecht mitreißen, fühlte sich als wäre sie wieder Sechszehn und das erste Mal verliebt. Denn ja, das war es doch, was sich so warm um ihr Herz legte und ihre Magengrube vor Aufregung kribbeln ließ, oder nicht? Sie war verliebt. Ihr Blick wurde sanfter, als sie ihn jetzt ansah. Wie er mit dem Teddy herumblödelte und so unbeschwert lachte. Oh und wie verliebt sie ihn den Pilgrim war.
Wenn er mit einem recht hatte, dann mit dem Gedanken, dass sie das hier genoss. Sah man ihr ja an, an dem breiten Grinsen, dass sie aussehen ließ wie der Grinch höchstpersönlich, dem gerade eine äußerst effektive Möglichkeit eingefallen war, Weihnachten nachhaltig zu versauen. In ihrem Fall war Weihnachten halt Spencer. Und der gehörte nachdrücklich versaut, so verspannt konnte doch niemand durchs Leben gehen?
Taylor war da ja selbstlos. Stand in ihrer Geburtsurkunde.
„Danke. Vielleicht sollte ich ihn [den XL-Teddybären] jetzt immer mit ins Ministerium nehmen damit die ganzen traurigen Fratzen da mal was zum Lachen haben.“
Für einen Augenblick beobachtete Pippa, wie eine Mutter ihr kleines Mädchen auf ein Pferd hob und dieses sich freudestrahlend an der Stange festhielt, ehe die Melodie einsetzte und das Pferdchen mitsamt allen anderen Figuren zu fahren begann. Immer wieder im Kreis, hatte was hypnotisches. „Ich glaube das hätte mir als Kind auch gefallen“, sagte sie mit einem Lächeln und nahm einen Schluck von ihrem inzwischen etwas abgekühlten Punsch.
„Anfängerglück! Aber wie flauschig ist er bitte?!“, kam es ihr lachend über die Lippen, drückte ihr Gesicht kurz in das weiche Plüsch des Teddys, ehe dieser in Radds Arme wanderte. Oder besser gesagt auf seine Schultern. Kurz blickte Pippa ihn mit großen Augen an, dann gluckste sie glücklich. Es sah ein bisschen albern aus, irrwitzig den Zaubereiminister mit einem riesigen Plüschteddy auf den Schultern. Und doch breitete sich bei dem Anblick auch wärme in ihr aus. Ein gutes Gefühl. Lachte auf seine Worte auf, drehte sich um die eigene Achse und verbeugte sich hier und da, als würden alle umstehenden ihr, der Gewinnerin, applaudieren. Tatsächlich erntete sie höchstens ein paar irritierte Blicke oder schwaches Schmunzeln, aber das war okay. Sie war nicht hier um zu unterhalten.
„Callum, ich muss niemanden brechen. Zerbrochene Dinge sind unbrauchbar.“
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Es ist: 17.04.2026, 15:51
